... und weniger Kaffee
Costa Rica ist immer noch in erster Linie ein Agrarland. Im Vergleich zu den anderen lateinamerikanischen Staaten jedoch mit einem relativ hohen Lebensstandard. 40% der Staatsfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Vor allem Kaffee und Bananen aber auch Biogemüse, Erdbeeren, Melonen, Ananas und anderes Obst, Kakao, Zuckerrohr, Mais, Reis, Sorghum (Hirse), Bohnen, Kartoffeln, Tabak, Baumwolle und Sisalhanf. Die Fischerei hingegen spielt eher eine untergeordnete Rolle.
Von den Bodenschätzen werden bislang nur Gold und Silber abgebaut und Meersalz gewonnen, obwohl das Land über eine Reihe von anderen Bodenschätzen verfügt (u. a. Bauxit, Kupfer, Zink, Blei und Mangan). Energie wird vorwiegend aus Wasserkraft gewonnen, auch gibt es Kraftwerke welche den Wind und die heissen Quellen der Vulkane nutzen. Zur Zeit produzieren diese (es gibt hier keine Atomkraftwerke) überschuss-Energie welche teilweise exportiert wird.
Da Costa Costa Rica das politisch stabilste und reichste Land Lateinamerikas ist, etabliert es sich als der ideale Standort für Hi-Tech-Firmen. Nicht nur das exzellente Bildungssystem Costa Rica's (mit deutschen, englischen und amerikanischen Schulen sowie den diversen spezialisierten Universitäten), sondern auch die Zollfreizonen sind stichhaltige Argumente, um Firmen wie die schweizer Schmiedheini-Gruppe, Mercedes Benz, Intel und Microsoft ins Silicon Valley von Lateinamerika zu locken. In der technischen Hochschule von Cartago werden erstklassige Programmierer ausgebildet, welche hier für INTEL und andere ausländische Kundschaft für einen Bruchteil der Löhne, welche die Firmen in ihrem Mutterland zahlen müssten, arbeiten.
Auch erlebt Costa Rica zur Zeit einen tiefgreifenden Wandel. Die amtierende Regierung der letzten Jahre zeichnet sich durch ihren Willen aus, mit der tief verwurzelten Korruption öffentlicher Anstalten und Ministerien aufzuräumen. Sogar Ex-Präsidenten von Costa Rica befinden sich heute (2005) im Gefängnis. Die traditionellen Tragesäulen der Exportwirtschaft (wie Kaffee, Bananen und Rindfleisch) rücken mehr und mehr in den Hintergrund. Der Staat hat immer noch die Kontrolle über den Straßenbau, Verkehr, Telekommunikation, Strom und Wasser. Die Tendenz jedoch ist einige dieser Monopolien zu liberalisieren, da sie dem Staat mehr schaden als nützen.
Text und Fotos von Angela and Jörn Malek. Das Team von 1-CostaRicaLink wünscht Ihnen den besten Aufenthalt in unserem kleinen Paradies Costa Rica.
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